Liebe Literaturfreunde!

‚Literatur im Schloss‘ begrüßt im Jahr 2026 eine Reihe von österreichischen und deutschen AutorInnen zu fünf abwechslungsreichen Lesungsabenden.
Wir freuen uns auf Historisches, Kriminelles, Gesellschaftskritisches wie Überraschendes – in kunstvolle Literaturform gegossen. Im Schloss Kuenburg lesen heuer in den Monaten Mai, Juni, Juli, September und Oktober Claudia Rossbacher und Robert Preis, Julia Engelmann, Vea Kaiser, Dimitré Dinev und Katharina J. Ferner im Kuenburgsaal. Immer wieder eine wunderbare Gelegenheit, sich von den LiteratInnen frisch signierten Lesestoff zu besorgen und in den Austausch mit ihnen und anderen Literaturinteressierten zu kommen.

Hier wird Literatur von Wien bis Berlin, aus dem Steirischen und Salzburgerischen serviert. Wir erwarten mit Spannung diesen bunten Mix aus Genres und Thematiken. Und Sie!

Viel Freude mit unserem literarischen Programm wünschen Veranstalterin Elisabeth Mandl, Organisatorin Eva Adelbrecht und das LiS-Team.

Wir sehen uns im Schloss!

Die Termine

Donnerstag, 7. Mai – Claudia Rossbacher & Robert Preis
Freitag 5. Juni – Julia Engelmann
Freitag, 17. Juli – Vea Kaiser
Freitag, 18. September – Dimitré Dinev
Freitag, 16. Oktober – Katharina J. Ferner

07. Mai
19.30 Uhr
Claudia Rossbacher & Robert Preis
Mord und Mozartkugel

Die CRIMINALE ist der größte Krimi-Branchentreff Europas, es gibt sie seit 1986. Sie findet jedes Jahr in einer anderen Stadt bzw. Region statt. Neben Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Seminaren bietet das Krimi-Festival auch dem breiten Publikum ein mörderisch spannendes Abendprogramm. Höhepunkt der Criminale ist die Verleihung der Autorenpreise in mehreren Kategorien im Rahmen der GLAUSER-Gala.

Die Anthologie – MORD UND MOZARTKUGEL

So wie man durch Stadt und Land Salzburg streift und immer wieder erstaunt ist, worauf man trifft, kann man sich in dieser Anthologie durch die zwanzig Geschichten lesen und sich überraschen lassen, welch verblüffende Details den Krimiautorinnen und Krimiautoren zu Stadt und Land Salzburg eingefallen sind. Claudia Rossbacher schildert in »Gottes Engel«, wie eine mobile Altenpflegerin, selbst nicht mehr die Allerjüngste, aufopferungsvoll bei Wind und Wetter im Lungau unterwegs ist, um ihre hochbetagten Schützlinge zu versorgen – bis zum letzten Atemzug. Robert Preis hingegen spürt in seinem Kurzkrimi »Die schwarze Kutsche« auf Schloss Moosham den „Erben des Schörgen Toni“ nach. Ermittler Distelbach gerät bei seinen Nachforschungen in einer mysteriösen Mordserie selbst unter Verdacht und verliert zunehmend den Bezug zur Wirklichkeit.
Wer treibt hier im Lungau tatsächlich sein Unwesen?

Claudia Rossbacher wurde in Wien geboren. Nach einem Tourismusstudium war sie Model, Werbetexterin und Kreativdirektorin, bevor sie sich der Schriftstellerei zuwandte. Ihre Steirerkrimis waren allesamt Bestseller in Österreich und dienen als literarische Vorlagen für die erfolgreichen TV-Filme, die im ORF als steirische »Landkrimis« ausgestrahlt werden. Die Wahlsteirerin durfte sich bereits über zahlreiche Auszeichnungen wie den »Buchliebling«, den »Bacchus-Preis« oder den »Fine Crime Award« freuen.

Robert Preis wurde 1972 in Graz geboren. Nach dem Publizistik- und Ethnologiestudium in Wien lebt er heute mit seiner Familie wieder in der Nähe seiner Heimatstadt. Er ist seit 25 Jahren Redakteur der Kleinen Zeitung und Autor zahlreicher Sachbücher und Romane wie etwa die von Servus TV verfilmte Krimi-Reihe um Chefermittler Armin Trost. Er ist außerdem Initiator des FINE CRIME-Krimifestivals™ in Graz, das seit 2015 nationale und internationale Autoren und Autorinnen in die Steiermark lotst.

05. Juni
19.30 Uhr
Julia Engelmann
Himmel ohne Ende

Charlie ist fünfzehn. Sie hat es nicht leicht, denn gerade ist ihre Mutter mit einem neuen Mann zusammengekommen, dabei ist Charlie noch gar nicht fertig damit, ihren Vater zu vermissen – und muss es denn ausgerechnet der Kellner vom Italiener um die Ecke sein? Als ob das nicht genug wäre, hat ihre beste Freundin gerade den Jungen geküsst, in den Charlie verknallt ist. Seitdem hat es den Anschein, als befinde sich zwischen ihr und der Welt eine Glasscheibe. Niemand spricht mehr mit Charlie, außer dann, wenn sie sich über sie lustig machen. Und dann kommt Pommes, der eigentlich Kornelius heißt und der aus der Glasscheibe ein Autofenster macht, das man runterkurbeln und durch das Charlie ihre Hand endlich wieder in den Himmel strecken kann.
Engelmanns Debüt-Roman ist eine Erzählung über die Jugend, der jedoch keineswegs nur die jugendliche Leserschaft begeistert.

Julia Engelmann, geboren 1992 in Elmshorn, ist Sängerin, Schauspielerin und Bestsellerautorin mehrerer Lyrikbände. Bereits als Jugendliche sammelte sie Schauspielerfahrung an einem Jugendtheater. Mit 18 begann sie ihre TV-Karriere in der RTL-Soap »Alles was zählt«. Bekannt wurde sie durch ihren Poetry-Slam-Text »Eines Tages, Baby«, der beim Bielefelder Hörsaalslam vorgetragen wurde, viral ging und seither millionenweise Views hat. 2025 publizierte sie, nach einigen Lyrikbänden,­ mit »Himmel ohne Ende« ihren ersten Roman. Julia Engelmann lebt in Berlin.

17. Juli
19.30 Uhr
Vea Kaiser
Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels

Wien, Ende der Achtzigerjahre: Angelika Moser, aufgewachsen im Gemeindebau als Tochter der Hausbesorgerin, verbringt ihre Freizeit durch das Nachtleben tanzend. Gleichzeitig liebt sie ihren Job in einer für sie neuen, eleganten Welt: Als Buchhalterin im Grand Hotel Frohner, das von Wiener Originalen und Gästen von überallher bevölkert wird, lässt sie sich auf zweifelhafte Zahlenspiele ein, um das Etablissement zu retten. Plötzlich mit kleinem Kind auf sich allein gestellt, nimmt Angelika den Kampf um ein gutes Leben auf und beginnt, Rechnungen zu manipulieren. Jahrzehnte vergehen – bis ihr die Zahlen um die Ohren fliegen.
Vea Kaiser erzählt in »Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels« mit sprachlicher Brillanz, Witz und Gefühl vom Leben einer jungen Frau, die ihre Geschichte wagemutig selbst in die Hand nimmt. Eine Erzählung der anderen Art vom Streben nach Glück.

Vea Kaiser wurde 1988 geboren und lebt in Wien, wo sie Klassische Philologie studierte. 2012 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam«, der als bestes deutschsprachiges Debüt am internationalen Festival du Premier Roman ausgezeichnet wurde. »Makarionissi oder die Insel der Seligen« folgte 2015, 2019 erschien Vea Kaisers dritter Roman »Rückwärtswalzer oder die Manen der Familie Prischinger«, 2024 wurde sie mit dem internationalen Jonathan-Swift-Preis für satirische und komische Literatur ausgezeichnet.

18. September
19.30 Uhr
Dimitré Dinev
Zeit der Mutigen

Als das Dienstmädchen Eva am Vorabend des Ersten Weltkriegs ihrem Leben in der Donau ein Ende setzen möchte, wird sie stattdessen in die Arme des jungen Infanterieleutnants Alois Kozusnik gespült. Statt ihres Lebens verliert sie ihre Unschuld. Es ist der Startpunkt einer epischen Geschichte, die sich aus drei großen Erzählsträngen zusammensetzt und sich bis in die heutige Zeit fortspinnt. Was macht den Menschen aus? Wie durchlebt und übersteht er Jahre der Unterdrückung und Gewalt? Wie schafft er es immer wieder, Kraft zu schöpfen, zu hoffen und zu lieben?

Dimitré Dinev erkundet in seinem neuen Roman die Geschichte Europas und die zentralen Fragen des menschlichen Zusammenlebens und schafft damit ein literarisches Meisterwerk des Humanismus und der Empathie.

Dimitré Dinev wurde 1968 in Bulgarien geboren. Im Jahr 1990 kam er als Flüchtling nach Österreich, wo er Philosophie und russische Philologie studierte und bald darauf in deutscher Sprache Drehbücher, Erzählungen und Essays zu veröffentlichten begann. Seine Theaterstücke wurden u. a. am Burgtheater inszeniert. Der literarische Durchbruch europaweit gelang ihm 2003 mit seinem Familienroman »Engelszungen«. Im November 2025 wurde ihm der Österreichische Buchpreis verliehen. Der Autor lebt in Wien.

16. Oktober
19.30 Uhr
Katharina J. Ferner
wir lieben nachts

Morgen wieder wir: Paulina ist angehende Journalistin, mal mehr, mal weniger ambitioniert, und gerade im Horoskop-Ressort gestrandet. Isabella – Bella – ist ein It-Girl der Wiener Szene und immer auf dem Sprung zum nächsten Event. Ihre Geschichte beginnt im Café Venezia. Unter roten Schirmen verlieren sie sich in Gesprächen und ausweglos ineinander. Das Venezia bleibt ein Fixpunkt der beiden. Hier finden sie immer wieder zueinander zurück: als Paulina bei Bella einzieht und das alles gar nicht so einfach ist, als Bellas Mutter vor der Tür steht und bei den beiden unterkommen muss, als es Bella nach Berlin zieht und die Freiheit, die beide brauchen, zwischen ihnen Raum einnimmt. Die Verhältnisse zwischen den Frauen bleiben ein sanftes Auf und Ab, ohne dass Regeln aufgestellt und Grenzen abgesteckt werden müssen.

Doch Paulinas und Bellas Dynamiken sind noch neu, flüchtig, kleine Risse werden zu Brüchen und in Paulinas Kopf spukt die Frage: Wenn alles zu Bruch geht, kann ich uns rechtzeitig vor den Scherben in Sicherheit bringen?

Katharina J. Ferner ist Poetin, Performerin und Kulturvermittlerin. Außerdem: Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift mosaik. Mitglied der Österreichischen Dialektautorinnen und -archive. Die »Fernpost« ist als Kolumne in &radieschen zu finden, unter dem Titel »Ferner dichtet« erscheint ihre Poesie wöchentlich in der Salzburger Krone. Diverse Stipendien und Auslandsaufenthalte prägten ihr literarisches Schaffen, u. a. am Literarischen Colloquium Berlin. Veröffentlichungen beim Verlag Limbus: »Der Anbeginn« und »salamanderin«.

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